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Elektrische Unterstützung Quattrovelo

Dieses Thema im Forum "Leichtfahrzeug" wurde erstellt von Manuel_Markus, 27.11.2017.

  1. Manuel_Markus

    Manuel_Markus

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    Hallo zusammen,

    im Rahmen einer Studienarbeit wollen wir einem Quattrovelo (http://en.velomobiel.nl/quattrovelo/maatschets.php) einen elektrischen Unterstützungsantrieb an der Hinterachse verpassen. Der Motor soll bis 80 km/h unterstützen. Ebenfalls wird eine Straßenzulassung (L7e) angestrebt.

    Besonders intressiert uns:
    - Platzverhältnisse an der Hinterachse (Maße etc.)?
    - sinnvolle elektrische Leistung?
    - ist die Bremskraft ausreichend?

    Hat generell jemand mit solch einer Elektrifizierung schon Erfahrungen gemacht?

    Danke für eure Hilfe!

    MfG

    Manuel & Markus
     
  2. Solarfreak

    Solarfreak

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    Hallo,

    Wir haben beim TÜV Köln ohne große Probleme eine Zulassung als kleinkraftrad bis 45 km/h für das alleweder 4 und 5 bekommen.

    .für die Zulassung als L7e haben sie immer abgewinkt , zu teuer zu schwierig, ich meine auch Crashtest, bin aber nicht ganz sicher.

    Technisch hätte ich bedenken wegen des Bremsweges, wenn überhaupt sind bei Regen Reifen mit viel profil, zugelassen für dies Klasse , nötig.
    Wenn überhaupt ist ein Quattrovelo gut für hohe Geschwindigkeiten


    Die meisten technischen Erfahrung hat Wulf kraneis mit einem schnellen Milan.

    Grüße Dietrich Lohmeyer

    Siehe auch velostrom.de/Velomobile hocheffiziente Fahrräder für das ganze jahr
     
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  3. Marc

    Marc

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  4. didi28

    didi28

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    @Manuel_Markus, in die Quattrovelos mit ihren einseitig aufgehängten Laufrädern würde ich in die beiden Hinterräder jeweils so einen Alle-Achsen Nabenmotor (mit 6-Loch Bremsscheibenaufnahme und i.V.m. entsprechenden Controllern Bremsrekuperationsoption, da Direktläufer) von Grin Technologies einbauen:

    http://www.ebikes.ca/product-info/all-axle-hub-motor.html
    Bei EBS arbeiten wir eng mit Grin zusammen, wir werden diesen Direktläufer auch in unser Portfolio aufnehmen. Du kannst Dich gerne mit Deinen Fragen am besten telefonisch direkt an mich wenden, ich betreue bei uns in der Firma gerade auch solche Spezialprojekte. Einfach unsere angegebene zentrale Telefonnummer anrufen und wenn ich nicht am Telefon bin nach Andreas vom Pedelec- und Epowerforum fragen. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2017
  5. Reinhard

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    Der Antrieb wäre fürs QV wirklich interessant. Obwohl 4 kg an einer Achse auch schon ein Brocken ist ...
     
  6. labella-baron

    labella-baron

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    Ja, und der auf Grund dessen bei Fahrbahnunebenheiten auch noch springt und die Haftung verliert - aber man hat ja noch ein weiteres Laufrad hinten (y)
     
  7. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    puhh.. 8kg allein die beiden Motoren
    dann noch mal ca. 1kg für 2 Regler + Kabel

    ...
    wenn die Motoren das Stück <2kg wiegen täten.. dann könnt ich mir das schon vorstellen
    wären meiner Meinung nach auch stark genug
    aber so, mit 2x 4kg :( :(
     
  8. didi28

    didi28

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    Wenn man das Quadrovelo entsprechend umbaut und einen geeigneten Motor mit Getriebe findet (oder dafür selbst entwickelt und baut) und in die Hinterachse integriert, dann dürfte rein von der Leistung auch ein U4 kg-Motor für 80 km/h reichen. Die Frage ist nur, wie viel Aufwand man betreiben möchte und kann.
    Langzeit-Studienarbeit aufgeteilt über mehrere Studentengenerationen oder nur was kleines für ein Semester? Wie tief wollt ihr einsteigen? Wie groß ist euer Budget? Habt ihr einen leistungsfähigen Fördertopf, den ihr anzapfen könnt?

    Wir haben hier bei EBS einen Physiker und zwei Ingenieure, einer davon arbeitet mit www.solidworks.de, wir können Spezialmotoren und Spezialgetriebe zusammen mit euch entwickeln, zeichnen und einzelne Muster aus dem Vollen drehen lassen. Alles nur eine Geldfrage ...

    Wenn es allerdings vergleichsweise günstig und eher kurzfristig realisierbar sein soll, hat die Lösung mit zwei fertig käuflichen Direktmotoren schon seinen Charme. :)
     
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  9. Manuel_Markus

    Manuel_Markus

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    Vielen Dank für eure Beiträge

    Aktuell hängt der Umfang der Studienarbeit vollständig vom TÜV ab. Die Möglichkeit der Zulassung bestimmt hierbei ob und inwiefern das Projekt weiterhin realisiert wird.
    Wir halten euch auf dem Laufenden

    Die Option mit dem Direktläufer klingt nicht schlecht. Wir werden diese mit unserem Betreuer absprechen.

    Gruß

    Manuel & Markus
     
  10. labella-baron

    labella-baron

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    Da tut sich nur ein gewaltiges Hindernis auf: Der Fahrer-Antrieb geht an die Hinterachse und wird über zwei Freiläufe mit Wellen auf die Laufräder übertragen. Ein elektrisch kommutierter Direktläufer-Nabenmotor ist aber normalerweise ein Außenläufer mit feststehender Achse und Stromzuführung.
    Mit mechanischem Kommutator wird man sich nicht mehr abgeben wollen. Ideal wäre ein elektronisch kommutierter Innenläufer wo sich also eine Welle mit den Magneten dreht. Da würde auch die außenliegende feststehende Wicklung die Stromwärme gut an den Alu-Vierkant-Träger abgeben können.
    Aber gibt es in der Industrie so einen Motor - oder muss so einer völlig neu konstruiert werden?
    Hm: vielleicht könnte man bei einem Getriebe-Innenläufer das Getriebe entfernen und auf langsamere Drehzahl umwickeln.
     
  11. freeride

    freeride

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    Ich fahre einen Sunrider, der ist deutlich schwerer und größer als das Quattrovelo und hat eine schlechtere Aerodynamik, hier reicht 1kw für 70km/h locker aus, um die Geschwindigkeit zu halten sind nur ca. 700-800W nötig.
    Mit einem Antrieb der Kurzzeitig 3Kw kann und dauer 1kw kommt ihr also gut aus, die Fahrleistungen entsprechen dann ungefähr einem normalen Kleinwagen.
    Das kann normal jeder Motor der 5-6kg dauerhaft ab. Beim Regler empfehlt sich ein CA V3 mit Phaserunner/Kelly oder etwas entsprechendem, das Rückwärtsgang und Rekubremse hat.

    Entscheidend ist es einen Motor so anzubinden, dass genug Drehzahl für die angestrebte Geschwindigkeit vorhanden ist, die Leerlaufdrehzahl sollte bei 90km/h liegen.
    Reku ist meiner Meinung nach absolut Pflicht. Dann kann man beide Achsen Bremsen und erreicht viel bessere Bremsleistungen, dazu schont man die Bremsen und spart Energie. Ein Akku der das kann, sollte hierzu passend gewählt werden. Ich verwende Sony 25r Zellen. Der Energieverbrauch liegt ca. bei 1,5-1,7kWh pro 100km, entsprechend ergibt sich die Reichweite.

    Vom Gefühl her wird es bei L7e aber an Reifen scheitern, die in das Quattrovelo passen. Wenn Ihr das schafft, würde ich mir nach eurem Vorbild auch eins bauen :)
     
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  12. Reinhard

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    Diese "Studienarbeit" wird wohl über ein paar Träumereien nicht herauskommen ... Solche Ideen sind ja ganz nett, wenn man aber innerhalb einer Stunde raus finden kann, dass weder die Technik noch die gesetzlichen Vorgaben für die Umsetzung geeignet sind frag ich mich schon, ob man heute gar nicht mehr vorher recherchiert.
     
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  13. freeride

    freeride

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    Naja,
    wie ich gestern gelernt habe gibt es 16x2,25 Mopedreifen die bis 100km/h zugelassen sind und von den Abmessungen exakt 20x2,25 vom Fahrrad entsprechen. Wenn man die aufs QV bekommt Wäre das geklärt. mit gebremster Hinterachse wird der Bremsweg auch hinhauen. Ein normaler starker Pedelecantrieb reicht von der Leistung aus.
    Was fehlt dann noch? Müssen wirklich Crashtests nachgewiesen werden?
     
  14. labella-baron

    labella-baron

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    Hm - ist dem wirklich so?
    Beim Bremsen haben ja die Hinterräder eine geringere und die Vorderräder dem entsprechend eine höhere Auflagekraft. Bei überall gleicher Haftreibung bleibt die maximale Bremskraft also unverändert.
    Wenn aber die hinteren Räder stark entlastet werden und gleichzeitig hinten eine starke Reku-Bremse wirken würde, verliert man hinten die Haftung mit der bekannten Folge, dass das Heck ausbricht und sich das VM quer zur Fahrtrichtung stellt.
    Wenn hinten die Raddrehzahl stark zurückgeht wegen beginnender Blockierung, geht dann automatisch auch die Bremskraft zurück?
     
  15. freeride

    freeride

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    Sorry ich muss es mal sehr drastisch schreiben,
    das ist völliger Quatsch, was hier zu REKU-Bremse und gebremster Hinterachse verbreitet wird.

    Natürlich schaffe ich es das Fahrzeug mit der REKU-Bremse bei niedriger Reibung querzustellen, das geht auch bei dem Auto mit der Handbremse. Wenn ich mit dem Up auf blankem Eis die Vorderradbremse ziehe falle ich auch auf die Nase. Baue ich deswegen die Vorderradbremse aus?

    Ein Auto bremst ca. 70:30 Vorderachse zu Hinterachse, auch da achtet man sehr darauf, dass man hinten auf keinen Fall zu viel bremst. Mit anderen worten verschenke ich beim Velomobil ohne Hinterradbremse gleich mal 30% der möglichen Bremsleistung.

    Ich kann mit dem Sunrider bis zu 2kW per REKU Bremse zurück in den Akku schieben. Diese 2kW entsprechen einer Bremsleistung der Vorderachse von 25-30%. Bei trockenen Verhältnissen ist es also gar kein Problem mit maximaler REKU eine Notbremsung zu machen.
    Man merkt das deutlich, das Fahrzeug kommt viel sicherer und schneller zum stehen.

    Da ich ein großes Waldstück mit Laub, Schotter und heute blankem Eis auf meiner Strecke habe, habe ich schon so ziemlich alle Reibungsfälle durch. Auf blankem Eis, was ja so ziemlich der schlimmste Fall ist, kann ich immer noch 0,5kW per REKU bremsen, bevor das Heck weg geht. Auf losem Schotter gehen noch 1,3kW.
    Wenn das Heck weg geht, kann man einfach gegenlenken und/ Oder geht kurz von der Bremse.

    Überhaupt emfinde ich das Velomobil im Vergleich zum Up als absolut Idiotensicher, ich fahre damit gerne mal quer. Ich denke, dass einige Velomobilfahrer nicht wissen wo die Grenzen von ihrem Fahrzeug liegen. Wenn Sie diese dann mal überschreiten sind sie total erschrocken und wundern sich.
    Ich kann nur jedem empfehlen die Grenzen mal bei Schnee auf einem Parkplatz auszuloten und zu lernen, wie sich das Fahrzeug verhält. Wenn man dann im Alltag in eine solche Situation kommt hilft das deutlich. Das gilt übrigens nicht nur fürs Velomobil, sondern für alle Fahrzeuge, auch das Auto.
     
  16. labella-baron

    labella-baron

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    Das gilt wenn das Hinterrad nicht abheben kann, was soviel ich weiß vom Winkel Schwerpunkt-Radaufstandspunkt zu Fahrbahn abhängt. Zugegeben, ich habe noch von keinem Velomobil gehört das auf der Nase gelandet ist - von einem Tadpole-Trike schon. Ist dies bei ungünstiger Schwerpunktlage (große Person, Gepäck nur vorne) wirklich ausgeschlossen.
    Es kommt hierbei ja nicht auf die Bremsleistung, sondern aufs Bremsmoment an. Beim selben Bremsmoment ist die Bremsleistung bei 80 km/h doppelt so hoch wie bei 40km/h. Hohe kW-Zahlen täuschen hier - vermutlich kann man bei 20km/h das Hinterrad schneller zum Blockieren bringen als bei 80km/h.
    Es wurde ja auch schon anderes berichtet.
    Insgesamt beneide ich dich um deine Reku-Erfahrungen; mit meinem leichten Reku-Antrieb in der 1kg-Klasse habe ich bislang nur 1kW bei 60 km/h gesehen.
    Das glaube ich dir sofort und ich suche immer noch einen genügend großen freien Platz um z.B. zu lernen, das VM in der Kurve auf zwei Rädern zu beherrschen. Immer sind auf großen Parkplätzen irgendwelche Hindernisse in vorm von Parkbuchten, Fahrspuren etc. - oder gar PKW ;) oder sie sind außerhalb der Geschäftszeiten abgesperrt.
     
  17. freeride

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    Natürlich hat die Physik irgendwo ihre Grenzen, die Aussage Bremse oder REKU im Velomobil ist zu gefährlich halte ich aber für falsch.
    Das Bremsmoment hängt direkt vom Phasenstrom ab, damit ist das maximale Moment relativ konstant, da der Phasenstrom bei mir begrenzt ist.

    Du hast doch den Phaserunner mit einem CA, wenn Du eine Therm,istor einbaust kannst Du die Motortemperatur überwachen. dann brauchst Du nur noch einen etwas größeren Akku mit Werkzeugpackzellen, der hohe Ströme verträgt und schon kannst Du den Phasenstrom hochdrehen. Dein Motörchen verkraftet sicher auch 40-50A Phasenstrom

    Ich bin der Meinung, dass REKU bei einem Aerodynamischen Velomobil eine Pflichtfunktion ist, man vernichtet gerade bei einem solchen Fahrzeug extrem viel Energie in der Bremse. Mein Fahrspaß ist um 200% gestiegen, seit dem die REKU funktioniert.
     
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  18. labella-baron

    labella-baron

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    Ja, mit dem kämpfe ich derzeit - hast du eine Idee? Mein zweiter Alt-CA ist jetzt auch gestorben.
    Ach mein kleiner leichter LiFePO wurde noch nie warm.
    Da habe ich auf Grund meiner bisherigen Messungen eher Zweifel - aber eher im Antriebsfall (bisher 88° erreicht).
    Da kann ich voll zustimmen - eigentlich ist es eine Schande, dass kommerziell bis auf eine Ausnahme so wenig angeboten wird.
     
  19. Reinhard

    Reinhard Team

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    Es geht hier nicht um Reku, sondern um einen Motor im QV ...
     
  20. labella-baron

    labella-baron

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