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ELMOTO Fahrwerk / Federungskomponenten einstellen

M

Markus

Hallo zusammen..

das ein oder andere mal konnte ich schon negatives über die Federungselemente des Elmotos lesen.

Zugegebenermaßen ist da was dran aber es lässt sich auch einiges dran verbessern und so das maximal beste aus dem vorhandenen herausholen.

Es lohnt sich mal 30 Minuten zu investieren!!

Momentan besitze ich zwei der HR2 aus 2010. Gerade komme ich von einer ausgiebigen Testfahrt nach Hause und würde euch gerne mitteilen wie das Elmoto nun deutlich angenehmer zu fahren ist und was ich getan habe.

Bisher fand ich das Elmoto ziemlich bockig, vorne zu weich, hinten zu hart.

1. Vorbereitung
Zuerst hab ich die Reifen auf 3,5 - 4 bar aufgepumpt

2. Federbeine hinten
Danach dann habe ich die Federvorspannung hinten soweit gelöst, bis die Feder nicht mehr vorgespannt ist, sich also von Hand bewegen lässt. Dazu die kleine Innensechskanntschraube am Klemmring oben lösen und diesen mitsamt dem Sternring so weit nach oben drehen bis die Feder lose ist (auf beiden Seiten). Nun wieder auf beiden Seiten von Hand beide (Klemmring und Sternring) nach unten drehen bis die Federn so weit vorgespannt sind, das sie nicht mehr lose "rumwickeln". Jetzt die kleine Innensechskantschraube wieder anziehen (mit Gefühl) damit der Klemmring nicht nicht mehr von alleine lösen kann.
Damit haben wir erreicht, das das Heck etwas weicher einfedert. Ist noch immer etwas zu hart, aber mehr ist mit den Serienkomponenten nicht zu machen.

3. Gabel Rebound / Zugstufe einstellen
Elmoto auf harten, ebenen Untergrund stellen. Nun macht folgenden Versuch:
Unten links an der Gabel ist die Einstellschraube für den Rebound / Zugstufe welche reguliert, wie schnell die Gabel, nachdem sie durch eine Bodenunebenheit eingefedert wurde, wieder ausfedert. Jetzt dreht ihr die Schraube zuerst auf - (minus) bis zum Anschlag. Merkt euch wieviel Umdrehungen ihr bis zum Anschlag die Schraube drehen musstet und notiert den Wert. Ist das getan, stellt ihr euch neben euer Elmoto und drückt mit beiden Händen an den Lenkergriffen stark und schnell (ohne eine der Bremsen zu betätigen) von oben nach unten auf den Lenker und lasst die Gabel von alleine zurück federn. Ihr müsst also nach dem drücken ganz schnell wieder loslassen so das das Vorderrad durch die Ausfergeschwindigkeit von alleine vom Boden abhebt, also die Bodenhaftung verliert. "springt wie ein Flummi"
Dieses abheben vom Boden werden wir später versuchen zu eliminieren, das ist das Ziel.
Nun Dreht ihr die Einstellschraube bis zum Anschlag in die + (plus) Richtung und wiederholt das plötzliche drücken und wieder loslassen erneut. Jetzt merkt ihr das die Federung langsamer zurück federt und das Vorderrad nicht mehr den Boden verlässt. "zäh wie ein Kaugummi.

Wenn ihr den Unterschied realisiert habt, kann es mit der Feinabstimmung losgehen.. wenn nicht, nochmal die Schritte wiederholen um den Unterschied festzustellen.

Zur Feinabstimmung wieder ganz auf - (minus) drehen und dann schrittweise (immer etwa eine Umdrehung von - (minus) ausgehend Richtung + (plus) drehen und nach jeder Umdrehung den Drucktest machen... so lange, bis ihr an dem Punkt seid, an dem die Gabel maximal schnell ausfedert, das Vorderrad aber keinen Millimeter den Boden verlässt. Wenn ihr den Punkt gefunden habt, tastet euch in viertel Umdrehungsschritten der Einstellschraube an das Optimum heran. Ist dies gefunden, dann habt ihr das Ziel erreicht.


Das Ergebnis ist eine Gabel, die das Vorderrad optimal am Boden führt und nicht mehr so bockig über Unebenheiten "hoppelt".

Es lohnt sich, ihr werdet es "erfahren"
 
Ich habe die Federbeine hinten laut Anleitung eingestellt. Es ist tatsächlich besser geworden, aber noch immer viel zu hart. Hat sich jemand schon mal mit dem Austausch gegen "weichere" beschäftigt? Der Markt an Federbeinen ist riesig...
 
Hallo JosiaM, bist du mit deiner Recherche weiter gekommen?
Ich habe daselbe Problem und suche etwas sehr weich (wiege 66kg).
Die Gabel gefällt mir auch nicht so richtig. Es ist aber weniger schlimm.
 
.....ich denke eine weichere Feder zu finden ist nicht schwer.
Die Federung sollte aus dem MTB Bereich sein -- man muss also die Länge der Feder ausmessen und ggf. ablesen was auf der Feder steht. Dann etwas googeln welche eine Feder weicher wäre und diese einfach bestellen..........
 
Hallo zusammen,
bevor ich anfange andere Federn zu suchen, wollte ich rechnen wie steif die originale Einstellung bei Elmoto ist.

Ich habe der Rahme grob gemessen und die Kinematik der hinteren Federung gerechnet. Dabei habe ich angenommen dass der Nick-Winkel der Rahmen konstant bleibt so dass die Gabelfederung vorne kein Einfluss in der Berechnung der Kinematik hinten hat. Damit bewegt der Rahmen parallel von oben nach unten.
Die Vorspannung der Federn ist als Null angenommen und die Federcharakteristik linear.

Die resultierende statische Kraft pro vertikalen Weg ist eher linear und am Ende leicht progressive.

Die originale Federung hat eine Steifigkeit von 105,3kg/cm (pro Feder, linear angenommen in der Berechnung).

Der Stoßdämpfer hat einen Hub von ca. 35mm. Damit ergibt sich ein vertikalen Weg von 135mm und eine maximale Kraft von 2020N also 205kg. Es ist leicht über den typischen MTB Werte aber ich finde es trotzdem etwa zu niedrig. Die Reibung spielt bestimmt einer großen Rolle hier.

Die Dreckmarke am Stoßdämpfer bei mir ist nur bei 28mm also nur 80% des Federwegs.

Die Feder ist 12,5cm Lang und hat 2 Zoll Hub. Man kann eine Feder bis 13,5cm Lang einbringen. Die Einbaulänge ist 190mm.

Das einzige passend was ich gefunden habe sind die Rockshox 134x55mm mit 500lb oder 450lb. Durch die erhöhte Länge könnte man eine leichte Vorspannung einstellen um auf den selben Grund-Niveau zu kommen.

Ich probiere es einfach.
Vg, Gael
 
BTW: die hintere Feder am Elmoto hat die Bez. M600X2.0-k105.3....laut Google -- auf die Schnelle sollte der Hersteller ebenso Marzochi sein.....
 
@Gael: --> Die Einbaulänge ist 190mm. -->sicher 190 und keine 200 mm?...


PS. ich bin übrignes mit der Federung/Dämpfung Hinten ebenso wenig zufrieden, weil die hintere Komponente wenig lebendig ist als die vordere.....noch dazu kommt, dass ich in direkter Nähe einen Panzer/Truppenübungsplatz mit dem Testpolygon habe und dort die Federung etwas ausprobiert hatte....ich gehe die Sache im Frühjahr oder so was etwas genauer an...
 
.....ich würde defenitiv den weg anstreben, zwei gleiche gescheite Dämfper auf dem MTB Second Hand Markt zu holen -- ideallerweise mit der Rebond Funktion, oder wie die immer heißt....

Dann schauen, ob die Feder bleibt oder nicht..

PS. stelle gerade fest, dass die Dämpfer auf dem Second Hand immer noch horrende Preise haben....Mist!..
 
Die Rockshox Federn sind gekommen. Die passen ganz gut.

Der Innendurchmesser ist 37mm statt 35mm also das Spiel im Dämpfer ist noch größer als original aber nicht so schlimm.

Die Länge 134mm ist perfekt. Es gibt noch 6mm Gewinde Luft.

Ich habe die 450lb Variante gekauft (also 75% Steifigkeit) und montiert. Der Dämpfer selber hat eine Feder aber deutlich weicher als die externe Feder. Deswegen war meine Berechnung etwas weicher als in der Realität.

Jetzt muss ich nur noch die sch*** Sicherung wechseln um es zu probieren.
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Die Rockshox Federn sind gekommen. Die passen ganz gut.

...... um es zu probieren.
Bitte kurz berichten, ob es was gebracht hat und ob es aus deiner Sicht Sinn macht auf weichere(?) und vor allem auf 135mm zu wechseln. Die Vorspannung tut immer gut, solange man das Bike etwas geländefähig gestalten möchte. Das Bike sollte somit unbelastet Tick höher sein hinten....Oder?
 
Die Rockshox Federn sind gekommen. Die passen ganz gut.

Der Innendurchmesser ist 37mm statt 35mm also das Spiel im Dämpfer ist noch größer als original aber nicht so schlimm.

Die Länge 134mm ist perfekt. Es gibt noch 6mm Gewinde Luft.

Ich habe die 450lb Variante gekauft (also 75% Steifigkeit) und montiert. Der Dämpfer selber hat eine Feder aber deutlich weicher als die externe Feder. Deswegen war meine Berechnung etwas weicher als in der Realität.

Jetzt muss ich nur noch die sch*** Sicherung wechseln um es zu probieren.
Anhang anzeigen 2160
....sorry wenn ich auf dem Schlauch stehe -- im Grunde ist die Unterscheidung der beiden Federn ist der lbs-Wert..?
Elmoto originale Feder hat 600 und die rote von Rockshox hat 450 lbs..?
 
Elmoto originale Feder hat 600 und die rote von Rockshox hat 450 lbs..?
Ja, es ist das Gewicht was man brauchst um ein Zoll Hub zu erreichen. Die beide Steifigkeitswerte stehen aber auch drauf:
105,3kg/cm original und 79kg/cm.

Für die Auswahl der korrekten Steifigkeit steht dasselbe an verschiedenen Ort im Internet:"Wenn ihr euch in zentraler Position auf euer Bike stellt, sollten die Federelemente zu etwa einem Viertel bis Drittel einsacken". Also am Federelement 9 bis 12mm. Um es zu messen eignet sich ein klein Kabelbinder an der Shaft.

Die Federlänge braucht man nur um einem Hub zu erreichen. Je länger der benötigten Hub, desto länger muss die Feder. Hier wird 1,38 Zoll benötigt für den Federweg. Deswegen sollte die Feder wenigstens 1,75 Zoll Hub können. 134mm ist das einzige was ich gefunden habe was passt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe es noch nicht getestet. Eine Sicherung ist bei mir rausgeflogen am Montag, und ich muss das Elmoto auseinander bauen um es zu wechseln.

Beim draufsitzen merkt Man schon das es weicher ist aber nicht allzu viel. Aber ohne richtigen Test kann man nicht beurteilen.
 
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