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Fährt Auto-Deutschland vor die Wand?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Patrick, 17.10.2014.

  1. Patrick

    Patrick Guest

    Hallo,

    zu Reinhards Sätzen:
    poste ich mal einen Link zu ZDF-Zoom zu diesem Thema.

    Offensichtlich hat man sich über den zweiten Satz noch die wenigesten Gedanken gemacht :confused:

    Gruß,
    Patrick

    p.S.: Reinhard, wenn dafür lieber neues Thema -> bitte verschieben
     
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  2. Reinhard

    Reinhard Team

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    Also ich glaube nicht unbedingt, dass "Auto-Deutschland" vor die Wand fährt, habe aber den Eindruck, dass viel getan wird, um gerade nicht im Bereich kleinerer Fahrzeuge tätig zu werden, die eher für Elektro-Antrieb geeignet wären. Ist wohl nicht so rentabel ... obwohl es sich scheinbar lohnt, für jeden Nischenmarkt ein Modell anzubieten. Ein großer Hersteller könnte jedenfalls mit einem Schlag den Markt richtig aufmischen, aber es traut sich wohl keiner so recht ...
     
  3. MikeD03

    MikeD03 Guest

    Wenn man sich den Beitrag mal anschaut und hört, daß so manchem Automobil Zulieferer der Arsch auf Grundeis geht allein bei dem Gedanken an das Elektroauto dürfte ziemlich schnell klar sein, warum Deutschland bei diesem Thema keine Vorreiter Rolle spielen wird - Stichwort Lobbyismus.
    Hier werden wohl die Chinesen und Japaner klar gewinnen und die Deutschen werden sich in zehn Jahren in den Arsch beißen und sich fragen warum sie so lange auf das falsche Pferd gesetzt haben.. :->
     
  4. Patrick

    Patrick Guest

    Das Zurücklehnen und Hoffen auf den Lobbyismus läßt gerade die drei großen Energiekonzerne vor die Wand fahren - und ich halte die Autoindustrie für ähnlich träge. Von da her wird sich also nichts tun. Höchstens von Seiten von Ligier und Konsorten - aber ruhen sich auch auf ihren wirklich rückständigen Verbrennermotoren aus.
     
  5. Quiddje

    Quiddje

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    Gerade die deutsche Industrie ist dafür bekannt das sie gegen was neues ist wenn man mit dem alten Geld verdienen kann.
    Und man muß sich vorstellen das die Hersteller an jedem Einzelteil einen Euro verdienen (als Hilfsmittel) . Also je mehr Teile verbaut sind um so mehr Profit gibt es.
    Ein Beispiel: die Austattung - vor kurzem gab es eine Dokumentation in der Testkäufer losgeschickt wurden um das jeweilige Minimalmodell mit ohne alles zu kaufen. Überall wurde versucht den Testern ein Modell mit allem, bzw. ein Modell größer mit allem umzuhängen. Interessant auch das gerne ein Feature mit 2 - 4 anderen verknüpft wird.
    Anderes Beispiel - der Zweitakter. Der hat ein deutlich besseres Leistungsgewicht als ein Viertakter und läßt sich deutlich besser und einfacher entgiften und entgasen und braucht weniger und leichtere Öle. Aber er besteht aus 30 - 40% weniger Teilen. Also weniger Profit.
    Vielleicht können sich einige noch dran erinnern - mitte/Ende der 80er gab es Bemühungen fast aller Autohersteller wieder Zweitakter zu bauen , weil trotz weniger Profit der Aufwand die damals immer schärfer werdenden US- Abgasbestimmungen einzuhalten deutlich einfacher waren. Bei Ford stand bereits ein Dreizylinderzweitakter in den Startlöchern als Golf-GTI-"Killer". Und dann kam die Grenzöffnung und plötzlich war es wichtig das Zweitakter absolut unbrauchbar sind damit Trabant und Wartburg zügig "abgewickelt" werden konnten. Für die Autohersteller war das ein großer Glücksfall denn man mußte dann doch nix neues mehr machen und hat seit dem schön immer mehr hyperintensives Brimborium auf den Markt gebracht für die Profitmaximierung. Und seitdem glauben weite Teile der Bevölkerung der Zweitakter wäre umweltschädlicher als der Viertakter.
    Gestern hab ich erfahren das bald neue Reifenventile Pflicht werden , die können Druckverlust an das Bordsystem übermitteln. Was bedeutet das neue Reifen "angemeldet" werden müssen. Bei einem Reifenwechsel (Winterreifen) ist mit rund 200€ Mehrkosten zu rechnen. Supi.
     
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  6. Patrick

    Patrick Guest

    Das mit den Reifenventilen habe ich auch gelesen... Sind die Autler jetzt im Schnitt schon so unsensibel/technisch ungebildet, daß sie das brauchen?!
     
  7. Reinhard

    Reinhard Team

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    So neu ist es nun wieder auch nicht ... Hier steht noch einiges zu dem Thema: http://www.reifendirekt.de/reifendruck-kontrollsystem.html

    Zum Thema: der überwiegende Teil der Bevölkerung glaubt auch, dass man unbedingt mit dem Auto zum Brötchen holen fahren und mindestens 1.000 km Reichweite haben muss. Zugegeben, aktuelle Autos können beides und genau deswegen haben es andere Möglichkeiten extrem schwer.
     
  8. mir schon...
    Argh.... nicht das es nicht irgendwo Sinnvoll wäre, aber ich denke, bald wir man nur noch Toiletten verkaufen können, die ab einem gewissen (ScheiXXX)-Füllstand automatisch spülen um schaden ab zu wenden...
    Ist wie mit dem Fahrradhelm... freiwillig finde ich es gut, erzwungen muss ich kotzen...
    Wird immer unmöglicher werden, ein Inovatives Produkt auf den Markt zu bringen, wenn man erzwungenermassen jeden XXXXX einbauen muss, um ne Zulassung zu bekommen.
    Wird wohl nicht mit mehr als 45 km/h für mich in diesem Leben....
     
  9. Quiddje

    Quiddje

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    Als neuer Autohersteller braucht man das nicht versuchen. Das mit dem Twizzy ging auch nur über einer Zulassung als Quad. Immerhin.
    Weil derzeitige PKW immer mehr mit elektronischen Kobolden vollgestopft werden gibt es in meinem Umfeld Überlegungen sich statt eines Neufahrzeuges lieber einen bewährten Youngtimer zu kaufen.
    Den man dann auch elektrifizieren kann, siehe reeVOLT.
    Also ein paar Möglichkeiten gibt es noch...
     
  10. kanagom

    kanagom Guest

    hier Vortrag eines Zukunftsforschers zur Automobilindstrie...
     
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  11. boller

    boller Guest

    Ich interessiere mich zwar für Elektroautos, für mich ist die Idee aber gescheitert. Das Benzin ist zu billig, die Elektroautos viel zu teuer und unpraktisch. Keine Reichweite, etc.
    Aber ich denke es ist auch so gewollt.
     
  12. trubby

    trubby Guest

    Nun, seit in Frankreich jedes E-Auto mit 7000€ vom Staat gefördert wird, hat sich da nach meinen Beoachtungen durchaus ein Markt für E-Autos entwickelt.
    Reichweiten von um die 150 km reichen i.d.R. doch eigentlich aus. Für längere Strecken/Reisen wäre dann ein zuladbarer Range Extender sinnvoll (z.B. huckepack am Heck oder als Anhänger).
     
  13. StingerWolf

    StingerWolf Guest

    Das Problem sind die Reichweite, die Ladezeiten und die Anzahl der Ladestionen. Kein Schwein tankt jedesmal eine halbe Stunde um maximal 150km weit zu kommen und dann zu hoffen das es dort dann ne Ladestation gibt. Reines Stadtauto mhhhh als zweit oder dritt Fahrzeug ok aber da wären wir wieder beim Geld.
    Sobald die neue Akkugeneration draußen ist die ein Auto in max. 5 min auflädt wirds interessant. Und dann bin ich gespannt wenn viele von den Dingern benutzt werden wird der Strombedarf deutlich steigen nur schalten wir ja alle herkömmlichen Kraftwerke ab wo soll der Strom dann herkommen und noch weitergedacht wie weit wird der Strompreis dann noch steigen????
     
  14. deltaforce

    deltaforce

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    Die O******* samt ihrer debilen Gefolgschaft schalten noch so lange KKWs und Kohlekraftwerke ab, bis dem Letzten seine Stromrechnung spanisch vorkommt. Danach wird sich einiges ändern.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.09.2015
  15. Wolf

    Wolf

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    Hm, ist ein zwiespältiges Thema, der Stromverbrauch. Natürlich lässt dieser sich massiv senken (alleine durch Umstieg auf LED-Lampen in und an Gebäuden bereits), ohne dass es akute Nachteile erzeugt.

    Andererseits wird sich gerade in den Branchen, welche einen Großteil des Energiebedarfs darstellen (elektrischer Energie), nicht wirklich um Verbrauchsoptimierung gekümmert, denn diese bekommen sowieso Sonderpreise als Großabnehmer..

    So ist es nicht nur bei elektrischem Strom - sondern in nahezu allen Bereichen. Schon einmal von der Bundeswehr Berichte über Naturschutz durch weniger Geschoss-/Übungsmunitionsverbrauch, geringere Streckenüberwindungen zum Training und... gehört? Nö, ist ihnen Wurst wie Käse.

    Schon einmal die Besitzer von Hummer H1 über Spritkosten mosern hören? Nö.. Wurst wie Käse..

    Derjenige, welcher als erstes unter neuen Reglementierungen und somit Erschwerungen/Verteuerungen leidet (und flucht), ist der "Standardbürger". Und wenn dieser nörgelnd 10-20% weniger Verbrauch durch Optimierung erreicht - bläst der industrielle Rest dennoch uninteressiert munter weiter Energie in Form von Wärme heraus.

    Viele Grüße
    Wolf
     
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  16. cephalotus

    cephalotus

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    Es wird keine neue Akkugeneration geben, dazu genügt ein Blick ins Periodensystem der Elemente.

    Es wird keine Schnelladung eins 100kWh+ Akkus in 5 Minuten geben, weil man dafür 1,2 Megawatt Leistung bräuchte,

    Selbst wenn alle 42 Millionen PKW durch gleich schwere E-PKW ersetzt würden und Wunderakkus hätten wäre das für den Stromvebrauch nicht sonderlich relevant bei ca. 200TWh/a. Dieser Strombedarf kann auf einer Fläche mit PV+Wind erzeugt werden, die um Größenordnungen(!) kleiner ist als das, was heute für ein paar Prozent Biotreibstoffe benutzt wird.

    Strom ist im übrigen noch immer spottbillig, genauso wie Benzin.

    Wäre er tatsächlich teuer, würde damit effizienter umgegangen.

    Mikro-"Autos" gibt es nicht auf dem Markt, weil die keiner kaufen will. Ich habe mein Leben lang noch keinen PKW gekauft (umwltfreundlicher geht's nicht), aber solte ich mal einen kaufen, wird er 4-5 Sitze haben, eine vernüftige Fahrgastzelle, 160km/h fahren können und alle wichtigen Sicherheitssysteme aufweisen, die es so gibt. Selbstverständlich wird die Kiste addaurch über 1t wiegen.
    Beim Treibstoff wäre ich flexibel, für meine Situation wäre wohl Methan derzeut die realitischste Wahl bei überproportional starker Berücksichtigung der Ökobilanz.

    Der PKW der Zukunft ist kein (eigener) PKW, zumindest für Stadtbewohner wie mich. Das Auto meiner letzten Freundin haben wir 8000km/Jahr benutzt und das waren zu über 90% Fahrten jenseits der 100km, darunter sehr viele Fahrten jenseits der 300km.
    Für die Kurzstrecke gibt es ÖPNV oder Elektrozweiräder mit tatsächlich hoher Energieeffizienz und um Faktor 100 geringerem Ressourcenaufwand und erheblich kleinerem Platzbedarf (in der Stadt durchaus relevant).

    CityEl, Twike, Twizzy & Co können mir aber sowas von gestohlen bleiben, selbst für die Hälfte der UVP wären die für mich uninteressant, und ich bin ökologisch sehr motiviert und Technik affin. Selbst den Smart sehe ich nur als Carsharing Fahrzeug oder für spezielle Nischen wo die Parkplatzbedarf entscheidend ist, aber nicht als Option für mich.

    Das Auto der Zukunft ist zumindest für ballungsräume "kein eigenes Auto". Im Carsharingkonzept gibt es eine wesentlich höhere Auslastung der Fahrzeuge, so können sie auch erheblich teurer sein und E-Fahrzeuge, Wasserstoff und Methanantreibe wären auch für die Normalbevölkerung im Verleihsystem erschwinglich.
    Die Fahrzeuggröße und Reichweite wählt man passend zur Strecke aus.

    Entscheidend ist ein flexibles System, das spontane Fahrten erlaubt.

    Für die Kurzstrecke sind Zweiräder und ÖPNV die Zukunft.

    Wohnung "im Grünen" wird bei einem Anstieg der Energiekosten und wahrer Verteilung der Infrastrukturkosten zunehmend teurer und der Anteil der so wohnenden bevölkerung wird weiter schrumpfen. Auch für die zunehmend alternede Bevölkerung ist wohnen im verdichteten urbanen Raum idR die bessere Option.

    mfG
     
  17. StingerWolf

    StingerWolf Guest

    Ok neue Akkugeneration ist vielleicht etwas zu vereinfacht gesagt, 30 Minuten sind jetzt ja schon möglich (http://www.teslamotors.com/de_DE/supercharger) Stell dir vor die konstruieren die Dinger so, dass man 5-6 oder Stromanschlüsse hat die simultan geladen werden können oder irgendwas anderes an was wir jetzt noch nicht denken. (http://ecomento.tv/2013/07/17/tesla...g-in-5-minuten-aufladbar-ohne-batterietausch/) Das wird schon noch ein paar Jahre dauern das ist mir klar aber es wird kommen.

    Was das eigene Auto angeht geb ich dir recht was den Trend angeht, die heutige Jugend hat zudem viel weniger Interesse ein eigenes Auto zu besitzen und ganz ehrlich es ist nachvollziehbar bei dem wie wir alle gegängelt werden mit Vorschriften und Werkstattpflicht aufgrund der Konstruktionen. Heutzutage musst ja schon wegen dem Tausch einer Standlichtbirne in die Werkstatt, weil du die halbe Front zerlegen musst um da ranzukommen und ohne Laptop und Herstellersoftware geht ja auch fast nix mehr. Das dumme an der Sache ist, dass wir ja eine Autofahrernation sind/waren und diese "Liebe" zum Fahrzeug unser Land so stark gemacht hat nicht umsonst hängt jeder 5. Job in Deutschland an der Autoindustrie. Der Startschuss für selbständige fahrende Autos ist ja bereits erfolgt in ein paar Jahrzehnten werden solche Systeme dann wahrscheinlich Pflicht sein und irgendwann verliert man sogar seinen Versicherungsschutz wenn man selber fährt. Ich sag nur IRobot : ))))

    Wenn weniger Fahrzeuge mit mehr Auslastung existieren (dein Carsharingbeispiel) wird das irgendwann arbeitsplatztechnisch auch folgen haben aber die können ja dann alle im ÖPNV arbeiten : )))))

    Wir haben 3 Autos, 1 Roller, 1 Motorrad und ein Pedelec im Haushalt. 1 Auto und den Roller meine Frau (für Arbeitsweg an schlechten Tagen das Auto und für schönes Wetter den Roller) ÖPNV ist keine Option da braucht sie 1h am Tag länger in die Arbeit. Für den Urlaub wird ihr Auto verwendet, weil größer.
    Ich hab 2 Autos (1x Alltagsschlam.. und 1 Liebhaberstück welches sich noch im Bau befindet wenn es fertig ist kommt das andere weg ) 1x Motorrad und seit neuestem das Pedelec. Mir persönlich ist es wurscht, ob mein Auto mit Benzin, Methan, Strom Wasserstoff usw. fährt! Es muss fahren und das zuverlässig. Ich möchte die Freiheit haben hinzufahren wann und wohin ich will ohne von jemanden extrem abhängig zu sein und ich will mit dem Fahrzeug machen was ich will (Individualisierungsgedanke man will sich ja wohlfühlen ;) ).
    Der Ökogedanke ist ja ganz nett, aber wir sind nur ein kleines Land solange es bei den Amis Spritschleudern gibt und die Chinesen weiter so auf die Umwelt scheißen machen wir keinen wirklichen Unterschied. Klaro muss mein Auto jetzt keine 12 Liter Sprit saufen, aber ob 5 oder 7 Liter ist egal bin ja kein Vertreter ich komm vielleicht auf 12000- 15000 km im Jahr.
    Stromfahrzeug wäre toll aber nur wegen der Leistungsentfaltung, der Winter wird denke ich mit Strom immer eine spannende Jahreszeit bleiben. : ))))) Ladezeiten und Lademöglichkeiten sind auch noch nicht ausgereift genug für einen Wechsel. Wasserstoffantrieb wäre auch noch eine Möglichkeit, aber soweit mir bekannt setzt nur Toyota auf dieses Konzept, aber wer will schon nen Toyota dafür bin ich noch zu jung : ))) ÖPNV ist für mich keine Lösung, an manchen Tagen kommt man sich vor wie im Viehtransport, billig ist es auch nicht und Verspätungen sind an der Tagesordnung (Thema Abhängigkeit) zudem brauch ich viel länger zur und von der Arbeit (Münchner Innenstadt!!!) nach Hause (Münchner Umland) als mit dem Auto oder sogar mit dem Pedelec.

    Es wird auf jeden Fall spannend werden wie sich die Autolandschaft verwandelt, denn der Wandel wird kommen.
     
  18. unsusi

    unsusi

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    *seufz*
    Obwohl es natürlich sozial ungerecht wäre (Leute mit entsprechend hohem Einkommen ist der Sprit/Stromverbrauch egal), stimme ich dir voll zu. Den Beweis tritt die USA an. Als der Sprit teurer wurde, wurden deutsche Autos für die Amis plötzlich hochinteressant, insbesondere so Modelle wie der VW Jetta (Golf mit Kofferraum), weil die Wagen halt wesentlich weniger verbrauchen als der typische 5l-V8-Pickup im Stadtverkehr. Jetzt haben die Amis wieder viel Öl zur Verfügung (durch Zerstörung der Umwelt durch Fracking und Ölsandabbau in Alaska) und schon sinkt der Spritpreis wieder. Innerhalb weniger Monate wurden auch wieder weniger "Jettas" und mehr Pickups verkauft.
    Und wir sind genauso.

    Eijh! Aufpassen! Du spielst mit Deiner Rente, Alter! ;-)


    Zu stellst unsere Königin auf eine Stufe mit debilen Menschen. Das ist eine Beleidigung.


    Aller debilen Menschen. :)
     
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  19. cephalotus

    cephalotus

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    Du beschreibst sehr schön das Problem.

    "Nur" 600 - 1000 Liter pro Jahr an fossilem Treibstoff in einem Fahrzeug zu verbrennen hat nur dann eine Zukunft, wenn wir akzeptieren, dass die Welt in einigen Jahrzehnten eine völlig andere ist, wenn der Kohlenstoff nach Jahrmillionen wieder in der Atmosphäre landet
    Als Agrartreibstoff ist das im übrigen das jährliche Nahrungsäquivalent von ca. 10 Menschen.

    Das Arbeitsplatzargument hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn es tatsächlich so wäre, dass wir 20% unserer Arbeitsproduktivität nur dafür verwenden, Fahrzeuge zu bauen, die uns von A nach B bringen, dann wäre das schon ziemlich traurig und es würde den Wohlstand der Nation wohl eher mehren, wenn man diese Verschwendung reduzieren könnte.

    Arbeitsplätze sind nicht "per se" was gutes, früher haben mal 80% tagein, tagaus auf dem Feld gearbeitet und man stelle sich nur vor, man hätte Traktoren abgelehnt, weill dann der Großteil der Bevölkerung keine Wiese mehr mit der Sense mähen kann/muss/darf. Oder man würde sich gegen die Entwicklung eines Heilmittels gegen Krebs stemmen, weil dann ja eine Multimilliarden"industrie", die derzeit gutes Geld damit verdient, dass Millionen Leute elendig an Krebs dahin siechen, wegfallen würde.

    Es gibt zwei Optionen:

    1. Wir fahren Auto wie bisher (ob das Ding jetzt 12l/100km, 6l/100km oder 3l/100km verbraucht oder 1000kg bzw 2000kg wiegt ändert am Grundproblem überhaupt nichts) und mit uns noch ein paar Milliarden neue Autobesitzer und wir werden dadurch den Planeten in vergleichsweise sehr kurzer Zeit deutlich verändern

    2. Wir denken uns was neues, besseres aus. Natürlich weltweit.
     
  20. StingerWolf

    StingerWolf Guest

    Zu 1. Positiv daran wäre das der Punkt schneller erreicht wird an dem alle umdenken müssen erst dann kann sich was ändern.
    Zu 2. Weltweit ist der Knackpunkt.
    Das Problem an der ganzen Sache ist, wir sind zu viele und gierige Menschen mit einem Recourcenverteilungsproblem auf dem Planeten.
     


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