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S-Pedelec-Fahren auf der innerörtlichen Fahrbahn obwohl Radweg vorhanden

Dieses Thema im Forum "Bike" wurde erstellt von hanaromaster36, 31.05.2018.

  1. hanaromaster36

    hanaromaster36

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    Ich fuhr auf einer innerörtlichen Fahrbahn (zwei Fahrspuren je Richtung/Tempo 50) mit rd. 38 km/h meines Wegs. Seitlich verlief ein Radweg. Von hinten hupte ein Autofahrer, raste dann knapp an mir vorbei, beschimpfte mich aus dem Seitenfenster und setzte sich vor mich. An der nächsten Ampel musste ich mir dann anhören, dass ich mich (zusammengefasst und übersetzt aus dem bayerischen Fäkalmetaphorismus) unkorrekt verhalten habe. Dem widersprach ich natürlich mit Hinweis auf mein Mofanummernschild (Versicherungskennzeichen). Dieser Hinweis wurde zum Anlass genommen, die Polizei angeblich zu rufen. Was der Mensch aber dann doch nicht tat. Der Vorfall war leider kein Einzelfall. Ähnliches ist mir schon öfter passiert.
     
  2. jenss

    jenss

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    Kenn das gut! Letztens wurde ich von einem !Lienenbus! bedrängt.
     
  3. jm1374

    jm1374

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    Das ist unser täglich Los. Ich versuche diese Idioten zu ignorieren. Aufregen ist sinnlos. Diese Experten begreifen das eh nicht. Es kommt aber sehr selten vor das ich von Autofahrern dumm angemacht oder angehupt werde. Knapp überholen, schneiden und ausbremsen sind natürlich ärgerlich und meist auch gefährlich. Aber das kommt zum Glück noch seltener vor. Man braucht ein dickes Fell als S-Pedelecfahrer.
     
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  4. TeJo

    TeJo

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    Mir passiert das glücklicherweise auch eher selten, ich fahre jedoch nicht in der Stadt, sondern meist kleinere Überlandstraßen. Auf zweispurigen Straßen nach Dortmund rein ist es mir allerdings auch schon häufiger passiert. Ein Teilstück meines Arbeitsweges, das ich manchmal nehme, ist für Fahrräder gesperrt, da hupt dann hin und wieder auch mal einer.
    Manchmal gebe ich auch Handzeichen, dass sie seitlich mehr Platz lassen sollen, wenn ich im Rückspiegel sehe, dass einer sehr wenig Platz beim Überholen lassen will. Das funktioniert meist erstaunlich gut, oft hält das zweite Fahrzeug dahinter dann besonders viel Abstand.
    OT: @hanaromaster36 Liegt Đà Nẵng wirklich in Bayern?!? o_O
     
  5. Mtb_tuli

    Mtb_tuli

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    Also, ich fahr ja selber so an die 50 tkm pro Jahr mit dem Auto, aber Radfahrer haben mich noch nie gestört. Bin jetzt seit diesem Jahr so 1500 km mit dem Grace One gefahren und bin über das agressive Verhalten etlicher Autofahrer schon ziemlich erstaunt. Hab jetzt einige Strecken ausprobiert und bleibe wieder bei der Strecke mit dem maximalen Fahrradweganteil. Erst letzten Freitag hat mich ein SUV Fahrer (mit einem E im Kennzeichen....) vor einem geparkten Auto ausgebremst, wohl weil ich an der Ampel schneller weggezogen bin, als er vermutet hat. Ist schon heftig.
    Mir kommen da manchmal auch so Gedanken über eine mögliche Bewaffnung, aber jm.. hat schon recht, wenn du dich da aufregst und genervt reagierst, bist du nicht besser als dieses Rindvieh.
     
  6. elluk

    elluk

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    “Dashcam“ auf Helm, aktivieren erst in Situation und dann Fahrer wegen Nötigung oder gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr anzeigen.

    Anschließend in der Lokalzeitung fetten Artikel darüber lancieren.

    (Dann noch ein paar Kollegen, die das auch erlebt haben, bitten Leserbriefe zu schreiben ;-)
     
  7. jm1374

    jm1374

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    Das Anzeigen ist in der Theorie schon möglich. In der Praxis wird man merken wie wenig Lust Staatsanwälte und Richter haben sich mit solchen, in ihren Augen, Lappalien zu beschäftigen.
    Wenn man sein S-Pedelec regelkonform und viel bewegt, könnte man wahrscheinlich mindestens einmal im Monat einen Autofahrer anzeigen der sein Auto als Waffe gegen einen selbst eingesetzt hat.
    Von wem werden die Behörden mehr genervt sein? Von den Autofahrern die schwächere Verkehrsteilnehmer absichtlich gefährden oder vom S-Pedelecfahrer der diese Autofahrer anzeigt?
    Spätestens nach der 3. Anzeige wird man als Querulant abgestempelt und nicht mehr ernst genommen. Ich hatte das Gefühl das schon meine erste Anzeige nicht ernst genommen wurde und das Fehlverhalten des Autofahrers niemanden ausser mir interessiert. Mir persönlich fehlen die Zeit, die Lust und die Nerven gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich bin aber sehr interessiert und begrüsse es wenn andere es versuchen.

    Um die Medien zu interessieren, muss man ein bisschen Glück haben. Gerade ist das Interesse wegen ein paar toten Radfahrern wieder etwas grösser. Aber zum grossen Teil sind die Journalisten auch Autofahrer. Da liegt dann ein interner Interessenkonflikt vor. Das merkt man ja gerade an den durch rechtsabbiegende LKW getöteten Radfahrern. Interessiert das irgendjemand längerfristig? Ändert sich etwas? Nicht wenige geben den Radfahrern eine Mitschuld. Schon makaber wenn dann ein kleines Kind tot auf der Strasse liegt. Da sind dann nämlich am Ende die Eltern schuld und nicht der LKW Fahrer. In dem Kontext sollte ein S-Pedelecfahrer dann versuchen seine Rechte und Problme klar zu machen. Viel Spass.

    Ich gehe dem Stress mit Autofahrern aus dem Weg indem ich die meist leeren Radwege benutze. Ich habe aber auch das Glück in einer eher dünn besiedelten Region zu leben. In einer mittleren Stadt ist das Konfliktpotenzial sehr viel grösser und die Ausweichmöglichkeiten geringer. Ehrlich, ich habe keine Ahnung wie ich damit umgehen würde. S-Pedelec fahren würde ich trotzdem. Ich bin von dem Konzept überzeugt.
     
  8. elluk

    elluk

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    Ich lebe in einer mittleren Stadt, S-Pedelec fahren macht für mich keinen Sinn, schon wegen der vielen verbotenen schönen oder/und kurzen Wege.
    Aber wenn ich eins hier fahren würde dann ein Trike (mit Bremslicht ;-) in der Mitte der Fahrspur.
     
  9. jm1374

    jm1374

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    Es gibt in der Praxis keine verbotenen Wege für S-Pedelec. Mit angemessenem Tempo und maximaler Rücksichtnahme kann man überall fahren wo Fahrräder fahren. Man wird als Radfahrer akzeptiert wenn man nicht unangenehm auffällt. Und das hat ja jeder selbst in der Hand.
    Das Konfliktpotenzial ist auf diesen „verbotenen“ Wegen jedenfalls erheblich geringer als regelkonform auf der Strasse.

    Ein Trike oder ein VM käme für mich nur in Betracht wenn meine Entfernungen noch grösser werden. Regelmässig 20km mit einem schnellen Upright sind für mich grenzwertig. Und wenn so ein Fahrzeug dann natürlich immer auf der Strasse. Radwege sollten einspurigen Fahrzeugen vorbehalten sein.
     
  10. TeJo

    TeJo

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    Just heute morgen auf dem Weg zu Arbeit von einem PKW-Fahrer folgenden Satz zu hören bekommen, nachdem ich mir den Hinweis aufs Nummernschild nicht verkneifen konnte: "Das interessiert mich doch nicht!"
    Das sagt alles.
     
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  11. elluk

    elluk

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    Ich wünsche Dir allzeit unfallfreie Fahrt.
    Den im Falle eines solchen sieht es mit der Schuldfrage mit einem auf dem Radweg fahrenden (Leicht-) Kraftfahrzeug schlecht aus...

    ...scheint aber durchgängiges Problem zu sein. Der Autofahrer Euch gegenüber, Ihr den Farradfahrern gegenüber, die Rechtsauffassung ist dieselbe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 04.06.2018
  12. jm1374

    jm1374

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    Das ist mir durchaus bewusst. Deshalb schreibe ich ja die wichtigen Einschränkungen dazu. Mit maximaler Rücksichtnahme und angepasstem Tempo kann man keinen Unfall verursachen. Im Zweifelsfall halte ich an. Ich weiss das ich auf Radwegen nichts verloren und demzufolge ich nichts zu suchen habe. Also verhalte ich mich so defensiv das ich nicht mal in die Gefahr komme das etwas passieren kann.
     
  13. jenss

    jenss

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    @jm

    es ist nicht rechtens/richtig aber ich handhabe es in der Praxis genauso! Kurz gesagt versuche ich unter bewusster Missachtung vieler Regeln das Unfallrisiko so weit wie irgend möglich zu reduzieren in dem ich mich mehr wie ein Radfahrer verhalte obwohl ich ein "Mopedfahrer" bin und nur "Stoff" gebe wenn weit und breit kein anderer Verkehrsteilnehmer in Sicht ist. (was hier zum Glück oft der Fall ist). Fahre ich z.B. in die Stadt kann ich die ersten 8km Vollgas fahren und die letzten 2 fahre ich noch max 25 km/h eher sogar nur 20 wegen Großstadt.

    Es nutzt mir perönlich halt auch nix, regelkonform zu fahren und damit mein Risiko eines Unfalls (mit evtl. dauerhaften Folgen für mich) deutlich zu erhöhen.
     
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  14. ziltoid81

    ziltoid81

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    Überlebensinstinkt ging bei mir schon immer vor Obrigkeitsfürchtigkeit.
    Regelkonformes Verhalten und Unterwürfigkeit auf Kosten der eigenen Sicherheit wird irgendwann natürlich ausgesiebt........muss jeder selber wissen.
     
  15. Mtb_tuli

    Mtb_tuli

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    Eigentlich schon sehr schräg, unsere Diskussion. Damit man sich nicht gar zu gefährdet, muss man mit dem S-Ped oder EBike auf den Radweg ausweichen. Gleichzeitig soll man den Individualverkehr durch den Umstieg aufs, sagen wir grob, elektrische Fahrrad, entlasten, als Pendler dann halt eher S-Ped als normales Pedelec. Gleichzeitig nimmt die Agressivität im Strassenverkehr zu, natürlich weil auch die Dichte zunimmt. Da wabern zwei Parallelwelten nebeneinander und die Schnittmenge ist manchmal bitter. Trotzdem, ich möchte den Weg zur Arbeit mit dem Grace nicht mehr missen. Ich muss heut etliches einkaufen und saß heute morgen mit dem Kombi nach 10 Minuten wieder im Stau (stadtauswärts...), das nervt und genau dieses Nerven dürfen andere nicht zu spüren bekommen.
    Siehe den Thread mit dem Helm, die Motorradpolizisten hier (zumindest die zwei, die mich anhielten) haben nix dagegen, wenn du gesittet auf dem Radweg fährst und wenn was passiert, bist du perse auch nicht schuldig, wenn du dich regelkonform verhalten hast. Klar, die Grenzen sind schwammig, wie immer, aber da folge ich auch den meisten hier, ich bin sicherer auf dem Radweg, also bleibe ich da. Und rumgenervt hat von den Radfahrern auch noch keiner. Gut, bevor die reagieren können, ist das Grace schon :D
    Ich hatte letzte Woche übrigens zwei vollverkleidete Liegefahrräder gesehen, einer auf dem Radweg, einer daneben auf der Landesstrasse. Ob mit oder ohne Antrieb, konnte ich nicht sehen.
    Dahinter ein 40 Tonner und ein Fahrer mit leicht gerötetem Gesicht und noch ne ziemlich lange Schlange nach ihm. Das Ganze noch morgens im Berufsverkehr. Da hab ich mir auch gedacht, Mensch, lasst den Scheiss und fahrt auf dem Radweg, was bringt´s, wenn einer von hinten überholt, einschert und dann feststellt, shit, da fährt noch was vor dem Laster....
     
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  16. ziltoid81

    ziltoid81

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    Das ist oft das Problem, Gesetzgebung><Realität.
    Siehe Dsgvo......gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht.

    Am Ende ist mir meine Haut halt wichtiger, die 100% Gesetztreuen können ja ins Krankenhaus, ich bin da ungern.
    Hab ich keine Zeit für.......wer das gut findet soll es tun.

    Ähnliche Situation vorhin, motorloser Radfahrer mangels Radweg auf Strasse.
    Hinter ihm Hupkonzert.
    Hab nur noch mitbekommen wie beide anhielten und sich belegt haben.
    Wer da Bock drauf hat.......ich fuhr aufm absolut leeren Fussweg.
    Würds mit nem S Ped nicht anders machen, ob Fuss, oder Radweg.

    Wenn ich immer die LKW sehe und wo die in Kurven hinscheren.......muss man schon Fan von sein.
    Ich hab da ganz gern einen Bordstein zwischen.
     
  17. jm1374

    jm1374

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    Lass uns doch nach dem kategorischen Imperativ von Kant handeln. :whistle:
     


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