• ePower-Forum, die Diskussionsplattform für E-Mobilität mit Bikes, Leichtfahrzeugen, Autos und PLEVs.

S-Pedelec mit mindestens 2 kW Motor?

P

Pedelecerr

Weil mein Arbeitgeber ab Februar jedem in der Firma ein Firmenrad, das man selbst beim Händler seiner Wahl aussuchen darf, günstig anbietet habe ich mal nachgeshen nach einem Zweitrad in Form eines S-Pedelecs, um mit Tempo 45 statt 25 zu fahren, also rund doppelt schnell.
Weil in dem Geschwindigkeitsbereich (und auf ebener Strecke) der Luftwiderstand dominiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrwiderstand), steigt der Fahrwiderstand quadratisch an, die nötig Fahrleistung also kubisch (v hoch 3), so das der Motor entsprechend 2 hoch 3 = 8 mal höhere Leistung haben muss, also Nennleistung 8 * 250 W = 2 kW, Kurzzeitleistung (mehrere Minuten) 8 * 500 W = 4 kW.
Aber so ein Rad finde ich nicht; ich fand bisher nur S-Pedelecs mit 350 bis 500 W Nennleistung, was viel zu wenig ist, insbesondere wenn man Gegenwind hat, denn am Dienstag hatte ich mit meinem Pedelec bei Sturmböen mit Mühe Tempo 18 geschafft, so das bei einem S-Pedelec 2 kW Nennleistung und 4 kW Kurzzeitleistung schon ziemlich wenig ist, denn 45 km/h möchte ich, wie mit dem Motorrad oder PKW, auch bei Gegenwind und auch bergauf. Wo gibt es solche S-Pedelecs?
 
R

Reiner

Wo gibt es solche S-Pedelecs?
Nirgends,denn ein S-Pedelec darf per Gesetz maximal 500W Nenndauerleistung haben.Die schnellsten S-Pedelec ,beispielsweise von Klever oder BH,schaffen in der Ebene 45km/h.
Um überall mit 45 rumfahren zu können braucht man ein E-Moped mit bis zu 4KW und Gasgriff bis 45km/h.
 
ein S-Pedelec darf per Gesetz maximal 500W Nenndauerleistung haben
ÄHMMM.........Einspruch.
Bei der Leiba Hybrid (ein Velomobil mit 45km/h Zulassung) ist ein 1kw Crystalyte HS3540 verbaut. Aber das sind Einzelabnahmen vom TÜV für die Betriebserlaubnis. Es ist also mehr möglich. Der Preis ist aber doch:eek:
Wobei, da bekommt man ein Alltagstaugliches Fahrzeug, das ein Auto ersetzen kann. (y)
Für mich fällt es wegen Nummernschild und somit kein Rad- und Feldweg leider aus.:unsure:
 
P

Pedelecerr

Ok, danke für die Antworten. Dann bräuchte ich ein ein E-Moped. Auf Ebay sind ja einige die mit 3 kW eine brauchbare Leistung haben. Allerdings stellt sich da die Frage wie ich denn meinen Aktenkoffer damit Transportieren kann oder eine große Reisetasche. Beim Fahrrad packe ich die Sachen auf den Gepäckträger, auf dem ich auch gut stapeln kann, auch mal Einkäufe die 25 kg wiegen, aber bei den E-Mopeds (auf Ebay) sehe ich nichts entsprechendens; die sehen aus wie reine Sporträder, die nicht für Gepäck geeignet sind.
Gibt es auch E-Mopeds, die für Gepäcktransport geeignet sind?

Nachtrag: Ich habe etwas gefunden: http://www.myschwalbe.com/
Die L3e-Variante schafft sogar bis 90 km/h, ist aber erst ab Sommer 2018 verfügbar und ist mit 6900 Euro teuer. Und mit 135 kg Gewicht kann ich es nicht mal kurz in den Kellerraum tragen oder rausholen.
 
@Pedelecerr
Am nächsten kommt das Grace One deinen Ansprüchen entgegen. Wird aber schon eine Weile nicht mehr gebaut und der Hersteller ist insolvent. Schau mal im Epowerforum. Da gibt es einige Enthusiasten die es fahren und gebraucht wird es immer wieder angeboten.
Wenn du etwas Geld investieren willst, kannst du ja das Gulas PI1 ausprobieren:

https://www.neuhaus-ebike.de/
 
E

Empathiker

Wie weit ist deine Pendelstrecke?

Ich glaube nicht, dass ein E-bike oder E-Moped vom Arbeitgeber finanziert wird, denn es soll ja der Gesundheit und nicht der Bequemlichkeit dienen!
 
Also, wenn der Arbeitgeber den Preis des Gulas erfährt, kommt man eventuell auf die 10-Jahres Sperrliste für Beförderungen. Persönlich würde ich das Ding nur mit Vollvisierhelm fahren, das ist ja so hässlich, bäh. Und dann ist der aktuelle BMW-Roller (C3 ?) nicht mehr weit, gefällt mir persönlich gut.
Ok, alles zu weit weg, der Arbeitgeber will sicherlich, wie mittlerweile etliche andere auch, seinen Mitarbeitern ein Leasingmodell (wie auch immer) für normale Pedelecs, meist S-Pedelecs anbieten, kommt ja auch auf den Führerschein an. Da wird´s schon mit einem Stromer schwierig, meist geht der AG von einem "normalen" Gerät aus, sonst kloppen sich ja wieder alle um das teuerste Gerät, das wird keiner dulden. Ihr wißt ja, hat der erste auf seinem Geschäftswagen dicke Räder drau, hat der nächste ganz dicke....
 
Das stärkste Pedelec das es zur Zeit am Markt zu geben scheint:
da gibt´s deutlich bessere Sachen. Der B-52 ist ein australisches Bike für schweren Off-Road Einsatz und schon seit 6 Jahren am Markt. Er ist relativ schwer.
Ein vergleichbares Bike von HPC http://www.hi-powercycles.com/ wiegt nur die Hälfte mit entsprechend besseren Fahrleistungen. Schaut euch mal auf der Seite um. Ich interessiere mich auch für sowas ähnliches .
Die schnellste Kiste von HPC ist derzeit der Typhoon Pro in Vollausbaustufe - 85+mph = 125-130km/h !! http://www.hi-powercycles.com/mountain-offroad/?sort=featured&page=1
dann sind aber 18.000,- fällig - Oder hier: https://topgunbikes.com/
Das hat aber alles nichts mehr mit Fahrrad zu tun - und alles ohne Straßenzulassung bei uns.
Man muß den Weg einer TÜV Einzelzulassung gehen - vereinfachtes Zulassungsverfahren für Importfahrzeuge. Ich bin derzeit noch am recherchieren.
https://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge/bewertungen_gutachten_zertifikate/vollgutachten/1_vorab_informieren
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Links. Schicke Fahrräder. Ich bleibe aber erstmal bei meinem Grace One. :)
Da vergehen noch ein paar Jahre bis ich mir wieder was neues hole.
 
ich habe heute Kontakt zum TÜV gehabt. In 2 Wochen kommt der Abteilungsleiter aus dem Urlaub - vielleicht hat der noch eine andere Idee - aber es schaut mit Sonderzulassungen nicht rosig aus - habe ich fast befürchtet.
Die Importbikes sind für Zulassung bei uns neue Räder und müssen alle Erfordernisse abdecken - nachgewiesen. Sowas geht nur über Testreports von akkreditierten Testhäusern. Das geht ins Geld. EMV Kompatibilität (Störaussendung und Störfestigkeit). Rahmenfestigkeit rechnerischer Nachweis und 3 Prüfmuster für zerstörende Prüfung. Bremsen Leistungsfähigkeit Nachweis.
Das hört sich zusammen nach deutlich über 10.000,- Prüfkosten an.
Ich habe im Bike-Unterforum nebenan den Link zum Greyp G12S gepostet.... für "lausige" 8.500,- Nachdem das die Fahradabteilung von Rimac ist und Porsche dort mit 10% eingestiegen ist, kann man hoffen, daß die demnächst eine Straßenzulassung bringen - sonst gibt es keinen breiten Marktzugang. Das wäre nur logisch. Leistung etwas reduziert auf unter 11kW würde eine Einstufung in L3e-A1 ermöglichen - das wäre was !! zu deutlich niedrigeren Kosten - das Ding ist ein tolles Rad. Jobrad Leasing gestattet Leasing bis zu 11.000,- € .... usw. usw.
 
Oben