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X2City / BMW versucht sich am pedalfreien Pedelec

Mit Zahlen veröffentlichen haben sie’s nicht so, zumindest was die Abmessungen betrifft.
Aber immerhin kann man den Gewinn vor Steuern erfahren, das waren 2016 9,67 Milliarden €, fast 10% vom Umsatz.

Auf der Seite der www.kettler-alu-rad.de findet man überhaupt keine Info zum X2City.
 
Bei den Scooterhelden Berlin wird der Metz Moover seit etwa einer Woche erst einmal ohne Zulassung verkauft. Es haben wohl beide Firmen Beauftragte im Kraftfahrzeugbundesamt..
 
Dann wollen wir mal für alle Beteiligten hoffen, das es zu keinem Unfall kommt.

Der Hersteller behauptet übrigens, eine Zulassung zu haben: „Der Metz moover ist auf öffentlichen Straßen und Radwegen zugelassen.“
Quelle: www.metz-moover.de/
Ist aber wohl genauso viel Wert wie die Aussage von BMW.
Im Zweifel kann man versuchen finanzielle Unfallschäden, die von keiner Versicherung getragen werden, vom Hersteller wegen falsch zugesagten Produkteigenschaften einzuklagen.
Den Führerscheinverlust trägt man vermutlich selbst.

Warum taucht der Roller eigentlich bei Kettler nicht (mehr) auf?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Pressemitteilung von Metz wurde genausowenig angepasst wie die von BMW.

Was da bei Kettler los ist, weiß ich auch nicht...
 
Folgende Antwort:

„...leider muss ich Sie bitten, sich noch bis Ende dieser Woche zu gedulden. Es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen heute noch nichts Offizielles zu diesem auch für uns unbefriedigendem Thema sagen kann. Ein endgültiger Entscheidungsstand soll mir Ende dieser Woche vorliegen.“
 
Hier die Stellungnahme:

„...Zur Sicherstellung der Konformität mit einer anstehenden neuen Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge passt BMW die verkehrsrechtliche Einstufung des BMW X2City an.
Die Marktverfügbarkeit des BMW X2City wird sich deshalb leider verschieben.
Den Termin der Verfügbarkeit im Handel werden wir gesondert bekannt geben.“

Das wird sich meiner Meinung noch ein paar Monate hinziehen, so dass ich jetzt erst einmal den Kumpan 1950 nutzen werde...
 
„Der Zeitplan für das Verordnungsvorhaben zur Genehmigung von Elektrokleinstfahr- zeugen sieht eine Beteiligung der Länder und Verbände bis Februar 2018 vor. Für die Verordnung ist ein Inkrafttreten Mitte 2018 geplant.“
Quelle

Auch interessant: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/131/1813157.pdf
Die dort erwähnte BASt-Studie zu Elektrokleinstfahrzeugen soll vorbereitend eine Übersicht der Regelungen in anderen Ländern und des Marktes schaffen und prüfen, ob national eine Einteilung in Kategorien möglich ist, um sie dann ggf. unter bestimmten straßenverkehrsrechtlichen Voraussetzungen im öffentlichen Straßenverkehr zuzulassen.

Ob sich die BASt-Studie auch auf den im Oktober 2015 verabschiedeten gemeinsamen Entwurf der Arbeitsgruppe CEN/TC 354/WG 4 „Light electric vehicles and self-balancing vehicles“ bezieht? Keine Ahnung.
(Wer sachkundig ist, sollte davon wissen ;-)
BMW war an diesem Normentwurf wohl nicht beteiligt, aber Toyota und Honda, sonst eher kleine Entwickler von neuen Elektrofahrzeugen aus NL, F, D.

Da die BASt-Studie noch nirgends zu lesen ist gab es vermutlich auch noch keine Abstimmung mit den Verbänden...
 
Zuletzt bearbeitet:
In der Schweiz gibt es die Klasse der
„Elektro-Trottinette“
Geschwindigkeit: 20 km/h
Leistung Motor: Max 0.5 kW
Typengenehmigung: Nicht erforderlich
Kontrollschild: Nicht erforderlich
Mindestalter: 14 Jahre
Führerausweis: Erforderlich
Helm: Nicht erforderlich, empfohlen
Velostreifen: Obligatorisch (falls vorhanden)
Auf Strasse zugelassen (öffentlich): Ja
Auf Trottoir zugelassen: Nein
Gleiche Regeln wie Velo: Ja

Hier findet sich mal etwas zu angedachten Inhalten der CEN/TC 354/WG 4, kurz zusammengefasst von einem Mitglied der „German mirror board“ beim DIN:
http://www.ewheels.org/news/656/personal-light-electric-vehicle-plev-standard

Demnach fielen Elektro-Tretroller unter
PLEV class 2: up to 25 km/h, non self balancing, no seating position
Die Vorstellung des Entwurfes geht offenbar von definierten Standards aus, die von der Industrie einzuhalten sind. (Die Überprüfung soll durch Verbraucherschutzorganisationen erfolgen.)

Ob eine solche Konstruktion von der EU oder der Bundesregierung mitgetragen würde ist gerade bei den 2 Klassen bis 25 km/h zu bezeifeln.
Das würde z.B. eine Erhöhung der bisher zulässigen Geschwindigkeit der Segways um 25% bedeuten.
Außerdem werden m.E. in künftige Regelungen wesentliche Anforderungen der Mobilitätshilfenverordnung übernommen werden. Die dortige Regelung gilt für die Benutzung von Radwegen und Straßen (wenn keine Radwege vorhanden), die nicht Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen sind. Die Nutzung anderer Verkehrsflächen wie z. B. Gehwege sind nur per Ausnahmegenehmigung im Einzelfall erlaubt. Weitere Voraussetzungen sind ein Mofa-Führerschein, Helmpflicht sowie eine nachweisbare Haftpflichtversicherung (=Versicherungskennzeichen)

Allgemein ist das Abstellen von elektrischen Leichtfahrzeugen auf Gewegen oder in Fahrradabstellmöglichkeiten in Deutschland nicht erlaubt, in Parkbuchten und am Straßenrand unter den üblichen Bedingungen hingegen schon, in Tiefgaragen je nach Landesrecht, in Niedersachsen z. B. derzeit nicht.

Da macht ein Klapproller wirklich Sinn, denn man nimmt ihn vermutlich besser immer mit.
(Wobei unter Berücksichtigung, dass man ihn sonst nur zwischen den Autos parken darf, das Klappmaß des BMW noch etwas zu groß sein dürfte ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, zumindest wurde wohl erkannt/eingestanden, dass es als Pedelec nichts wird sondern eine Zulassung braucht:
Lieferzeit: Momentan nicht absehbar, wegen Zulassungsverzögerung
Quelle
 
Ich verbinde mit Kettler meinen innigst geliebten Kettcar, ein nicht kaputt zu ruderndes Rudergerät, superleichte Alu-Räder und sagenhafte Qualität von Camping-Gestühl. Das Management muss über die Jahre dermaßen an Qualität verloren haben, dass unter anderem dieser Roller jenseits allen Verstandes angegangen wurde. Sehr, sehr schade. Was für ein Firmenname im Arsch.
 
Matthias Gastel (Bündnis90/ Die Grünen) über Elektrokleinstfahrzeuge - SPIEGEL ONLINE
"Noch in diesem Jahr soll die Teilnahme von elektrischen Kleinstfahrzeugen erlaubt werden, wie aus einer Antwort der Bundesregierung hervorgeht. Demnach soll es eine eigene Fahrzeugklasse für Mobile mit Geschwindigkeiten zwischen 12 und 20 km/hgeben. Verkehrsrechtlich sollen diese "wie Fahrräder mit der Maßgabe besonderer Vorschriften behandelt werden", heißt es. Das könnte bedeuten, dass sie Fahrradwege nutzen müssten, aber eine Führerschein- oder Versicherungspflicht gäbe es dann keine."
spiegel.de/auto/aktuell/matthias-gastel-buendnis90-die-gruenen-ueber-elektrokleinstfahrzeuge-a-1216956.html
 
Versicherungspflicht gäbe es dann keine
„Weil die Elektro-Skateboards nicht als Sportgeräte gelten, sind sie in der Regel auch nicht bei der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert.“
Quelle
Folge: bei Unfällen zahlt der Verursacher persönlich.
Müsste man also hoffen, das der Unfallgegner genug hat.
Warten wir mal ab, bis der erste Entwurf durchsickert...
 
„Weil die Elektro-Skateboards nicht als Sportgeräte gelten, sind sie in der Regel auch nicht bei der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert.“
Quelle
Warten wir mal ab, bis der erste Entwurf durchsickert...
"Elektrokleinstfahrzeuge sollen zukünftig verkehrsrechtlich wie Fahrräder mit der Maßgabe besonderer Vorschriften behandelt werden"

Verordnung zu Elektrokleinstfahrzeugen

Verkehr und digitale Infrastruktur/Antwort - 09.07.2018 (hib 500/2018)
bundestag.de/presse/hib/-/563716
dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/030/1903006.pdf
 
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